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Die heimische Webindustrie

Vorträge

Vortrag


26. März 2012 (Mo.), 19:30 Uhr

Aufstieg und Niedergang
der Textilindustrie im südlichen Ruhrgebiet

Aus der Vergangenheit lernen, die Gegenwart gestalten


Referent: Volker Schlickum (Hattingen)

Gymnasium Ennepetal, Aula
Eintritt frei

Was kaum noch jemand weiß: Zu den großen Textilregionen in unserem Land gehörte neben den schlesischen Gebieten vor allem der Süden des Ruhrgebietes. Langenberger Händler zogen zunächst mit Kiepe, später mit Packpferden und Pferdewagen durch das Land. Sie handelten mit Bändern, Borten, Quasten, Fransen und übersponnenen Knöpfen für Kleidung und Polstermöbel. Im Laufe der Zeit richtete sich die Textil- und später die Textilmaschinenindustrie immer mehr auch international aus. Vor 200 Jahren stellten Textilien 60% der gesamten Ausfuhr Deutschlands dar, ca. 52% aller Beschäftigten waren im Textilgewerbe tätig. Der Höhepunkt dieses Industriezweiges in unserer (Nachbar)-Region lag vor dem 1. Weltkrieg. Elberfeld war Mittelpunkt des internationalen Textilhandels. Nach einer kurzen erneuten  Blüte nach dem 2. Weltkrieg verlagerten sich Produktion und Handel in andere Weltregionen, Stichwort: Billiglohnländer.

Wo lagen die Ursachen des Niedergangs? Sind sie heute nicht wieder aktuell? Welche Lösungen bieten sich an?

Volker Schlickum, Leiter des Bandwebereimuseums Elfringhausen und Vorsitzender des Verkehrsvereins Hattingen e.V., führt uns in Wort und Bild an diese heute fast vergessene „andere“ Geschichte des südlichen Ruhrgebiets heran und zeigt mögliche Lehren für die Gestaltung von Problemen der Gegenwart.

Vortrag ABC/Spax



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